Stellenabbau bei VW: Zwickauer ID.3-Werk unter Druck
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Veröffentlicht am: 26. Juni 2026

Stellenabbau bei VW: Zwickauer ID.3-Werk unter Druck

Volkswagen soll einem Medienbericht zufolge in den kommenden Jahren weltweit bis zu 100.000 Stellen streichen – doppelt so viele wie bislang geplant. Besonders brisant für Sachsen: Dem Bericht des "Manager Magazins" zufolge droht auch dem Werk im sächsischen Zwickau die Schließung. Genannt werden zudem die Standorte Hannover und Emden sowie der Audi-Standort Neckarsulm. Ein konkretes Datum nannte das Blatt nicht – "mittelfristig" könnten die Werke geschlossen werden. Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten allerdings eine mit der IG Metall vereinbarte Beschäftigungssicherung. Bereits angekündigt ist der Abbau von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030, davon 35.000 bei der Kernmarke VW. Der Konzern selbst wollte sich zunächst nicht im Detail äußern und verwies darauf, dass die zugrunde liegenden Sachverhalte in den zuständigen Gremien beraten und beschlossen würden. Bestätigt wurde lediglich, dass der Vorstand seit Monaten an einem Zukunftsplan arbeite, um den Konzern effizienter und schlanker aufzustellen. Aus der Politik kommt Widerstand: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnte, ein Rückzug von Volkswagen wäre "fatal für unser ganzes Land". Wirtschaftsminister Dirk Panter kündigte an, um das Werk in Zwickau und die dortigen Arbeitsplätze kämpfen zu wollen. Auch das Netzwerk der ostdeutschen Automobilindustrie ACOD warnte vor einer Schließung: Eine Entscheidung gegen den Standort wäre laut ACOD-Chef Jens Katzek "irrsinnig" – wer Zukunft gestalten wolle, brauche gute, produktive Werke und eine Mannschaft, die mitmache. Das biete Zwickau.

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